Comics in der DFG

Am Dienstag, 3.3.2020 referierte die 22-jährige Französin Christine Laval im Braunschweiger Hof beim monatlichen Cercle Francaise, vor den Mitgliedern der Deutsch-Französischen Gesellschaft und ein paar Gästen über das Thema “Frankobelgische Comics“.

Mit viel Engagement erzählte Christine ihren Zuhörern von den Ursprüngen des Comics in Frankreich, die im Jahr 1837 lägen. Später seien die bekannten Comic-Geschichten von Tim und Struppi, Asterix und Obelix oder Lucky Luke herausgegeben worden, die nach den Franzosen vor allem bei den Deutschen ungeheuer beliebt seien, wie Laval meint. Das zeige schon die hierzulande verkaufte Auflagenzahl. Comics gebe es heute mit allen thematischen Schwerpunkten, basierend auf Romanen, Fachbüchern oder Krimis. Deutsche Comics seien dabei oft humorvoller geschrieben, als es etwa in Frankreich der Fall sei.

Von der neuesten Geschichte über das gallische Dorf und seine Bewohner (Asterix und Obelix) seien allein in Deutschland rund 1,5 Millionen Exemplare verkauft worden. Früher einmal sei das Genre Comic bei einigen allerdings verpönt gewesen – und das zum Teil auch heute noch – , so ein Einwand, der aus dem diskussionsfreudigen Publikum kam. Kinder würden durch die vielen Bilder und die spezielle Art der Sprechblasen-Sprache nicht mehr anständig lesen lernen. Laval hält das jedoch für “Quatsch”. Im Gegenteil: Comics seien ein Mutmacher, was das Lesen lernen angehe – auch für Zuwanderer, die sich mit einer neuen Sprache erst einmal vertraut machen müssten. Auch, wenn das Comic lesen so anspruchslos dann nun auch wieder nicht sei: Comic-Leser müssen über verschiedene Fähigkeiten verfügen“, so Laval. „Sie brauchen ein verbales und visuelles Verständnis und müssen in der Lage sein, sich die Bilder zwischen den Bildern zu denken.“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.