Wird gegen Macrons Corona-Politik gestimmt?

Wird gegen Macrons Corona-Politik gestimmt?

Am 10. April sind Wahlen zur französischen Präsidentschaft. Am 24.4.2022 ist eine mögliche Stichwahl geplant.

Die wichtigsten Parteien haben ihren Kandidaten oder ihre Kandidatin bereits gekürt. Offiziell bestätigt werden diese erst am 11. März. Bis dahin müssen sie 500 sogenannte Schirmherrschaften gesammelt haben. Das ist die Unterstützung von Mandatsträgern – Bürgermeister oder Parlamentarier. Der Wahlkampf hat begonnen.

Noch hat sich Präsident Emmanuel Macron (La République En Marche) nicht als Kandidat erklärt. Aber es gilt als sicher, dass er wieder antritt. Alles andere wäre eine große Überraschung. Wann und wie er seine erneute Kandidatur verkünden wird, ist unklar. Laut Wahlkalender bleibt ihm dafür aber nicht mehr viel Zeit. Manche Beobachter glauben, der Staatschef wird seine Erklärung so lange wie möglich hinauszögern.

Bereits am 5.2.2022 hat die rechte Politikerin Marine Le Pen (Rassemblement National, RN) ihre erste große Wahlkampfveranstaltung in der Stadt Reims in der Champagne abgehalten. Einer ihrer Konkurrenten, der Rechtspopulist Éric Zemmour (Les Républicains), veranstaltete am selben Tag eine Kundgebung in der Stadt Lille.

Neben Macron, Le Pen und Zemmour hofft auch Valérie Pécresse von den bürgerlichen Rechten (Les Républicains) in die Stichwahl zu kommen.

Frankreichs politisch linkes Spektrum umfasst im Wesentlichen 5 Parteien. Kein Kandidat hat laut Umfragen bisher Chancen, in den zweiten Wahlgang zu kommen.

Beste Chance hat noch Jean-Luc Mélenchon von La France insoumise. Für die sozialistische Partei tritt die Pariser Bürgermeisterin, Anne Hidalgo, an. Dass sie in den Umfragen weit unten rangiert, spricht für das Drama der Sozialisten. Yannick Jadot kämpft für die Grünen (Europe Ècologie – Les Verts) für das Präsidentenamt. Fabien Roussel ist der Kandidat der Kommunistischen Partei Frankreichs. Christiane Taubira, die ehemalige Justizministerin unter Francois Hollande und Ikone der Linken ging als letzte relevante Kandidatin ins Rennen.

Sie alle haben wenig Chancen gegen die weitgehend rechts orientierten Parteien und deren Kandidaten und Kandidatinnen.

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